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Donnerstag, 10. April 2014

Torta salata agli agretti

...oder ganz einfach of deutsch “Quiche mit Mönchsbart” :D
Mönchsbart (oder Agretti oder Barba di frate oder Salzkraut) bekommt man in unseren Breiten leider nur sehr selten und wenn, dann nur für eine ganz kurze Zeit im Frühling.


Ich kannte dieses Gemüse (oder Kraut?) bisher nur aus Italien, wo es ein fester Bestandteil jedes Marktes im Frühjahr ist. Hier habe ich es bisher noch nie gefunden...bis letztens, als ich zufällig dem Grünmarkt in Salzburg eigenen kurzen Besuch abgestattet habe. Und da lag er! Logisch, dass ich gleich ein Bund mitgenommen habe, wenn es schonmal die Gelegenheit gibt, Mönchsbart zuhause zuzubereiten.


Ursprünglich ist diese Pflanze an salzigen, feuchten Meeresküsten beheimatet und hat deshalb sehr knackige, saftige und leicht salzig schmeckende Stängel. Mönchsbart kann sowohl roh als auch gegart gegessen werde, letzteres lässt das leicht herbe Aroma etwas besser zur Geltung kommen.

Der Anbau funktioniert aber (angeblich) auch fernab vom Meer, weshalb ich mich an einen Versuch auf meiner Terrasse gewagt habe...mehr dazu kommt dann demnächst. Sofern es positive Resultate zu vermelden gibt ;)


Zutaten
200g Mehl
120-150g Agretti (Mönchsbart)
1 Knoblauchzehe
200g Frischkäse
4 ml Schlagobers
1 Ei
50g Parmesan (frisch gerieben)
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung
Für den Teig Mehl, 5 EL Olivenöl, ½ TL Salz und so viel kaltes Wasser verkneten, dass ein fester, aber nicht zu elastischer Mürbeteig entsteht. Nur so lange kneten, wie unbedingt notwendig ist!
Den Teig zu einer Kugel formen, mit wenig zusätzlichem Mehl ausrollen und in einer leicht gefetteten Quicheform ausbreiten und leicht andrücken.
Für die Füllung den Mönchsbart putzen (die Wurzeln, d.h. der lavendel-farbene Teil muss entfernt werden) und sehr gründlich waschen (kann sehr sandig sein).  Frischkäse, Schlagobers und Ei verrühren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss kräftig abschmecken. Mönchsbart und Parmesan auf dem Teig verteilen, mit der Frischkäse-Ei-Mischung übergießen und im Backofen bei 180°C ca. 35 Minuten backen.
Mir schmeckt diese Quiche am besten lauwarm, man kann sie aber genauso gut heiß oder kalt essen.



Mahlzeit! :o)

Samstag, 15. März 2014

Pizzateig mit Grieß


Ich habe lange tüfteln müssen, bis ich DAS Pizzateigrezept gefunden habe. Dass Italiener Pizzateig mit Hartweizengrieß zubereiten, ist ja kein Geheimnis. Allerdings hat es sich unerwartet schwierig gestaltet, in Österreich Hartweizengrieß zu bekommen (gibt es den überhaupt gesondert? Oder ist jeder normale Weizengrieß in Ö eigentlich Hartzweizengrieß? Vielleicht kann mich ja jemand zu diesem Thema aufklären...).


Das Ende der Geschichte war, dass ich keinen bekommen und deshalb einfach den Grieß auszuprobiert habe, den ich zuhause hatte. Und was soll ich sagen – das ist es, DAS Pizzateigrezept.

Zutaten
400g Weizenmehl (Type )
100g Weizengrieß (fein)
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
3 EL Olivenöl
lauwarmes Wasser

Zubereitung
Mehl, Grieß, Hefe und Salz gründlich vermischen. Eine Mulde in die Mischung machen, das Olivenöl außen herum (nicht in die Mulde) und etwas Wasser in die Mulde geben. Mit den Knethaken verkneten und nach und nach so viel Wasser zugeben, bis das Ganze einen schönen homogenen, elastischen Teig ergibt.
Zugedeckt mind. 1-2 Stunden (gerne auch deutlich länger oder über Nacht) gehen lassen.  
Vor dem Formen nochmals gut durchkneten, die Teigmenge halbieren und so dünn wie möglich ausrollen. Den Teigfladen auf Backpapier legen und nach Geschmack belegen. Dann inklusive Backpapier auf ein vorgeheiztes Backblech (250°C) legen und im ebenfalls auf 250°C vorgeheizten Backofen ca. 10-20 Minuten backen (je nach Belag und gewünschtem Bräunegrad).

Tendenziell bleibt dieser Pizzateig beim Backen eher hell, dafür wird er durch den Grieß aber superknusprig. Die Menge reicht für 2 große runde Pizzas.


 Mahlzeit! :o)

Sonntag, 8. Dezember 2013

Bethmännchen

Wie manch einem vielleicht aufgefallen ist, ist es hier ziemlich ruhig geworden in letzter Zeit…der Grund dafür liegt (wie jedes Jahr) in meiner Arbeit. Bevor über Weihnachten und Silvester für 2 Wochen alles stillgelegt wird, muss natürlich noch möglichst viel erledigt und fertiggestellt werden.
Nichtsdestotrotz – es kann kein Weihnachten geben, ohne vorher zumindest einmal den Duft selbstgebackener Kekse gerochen zu haben.


Dass ich gerne Kekse backe, bedeutet aber noch lange nicht, dass ich dafür auch geduldig genug bin. Denn das bin ich definitiv nicht!
Kekse, die man einzeln formen muss (von Kugeln mal abgesehen) oder tausendmal ausrollen, ausstechen, wieder ausrollen, wieder ausstechen …. sind deshalb gar nichts für mich.

Ich bevorzuge dann eher Rezepte, bei denen man den Teig einfach nur in Quadrate schneiden oder in Kugeln formen oder mit dem Löffel aufs Blech setzen muss. Diese Bethmännchen sind also geradezu ein Paradebeispiel für Kekse, die ich tatsächlich gerne backe :o)



Zutaten
250 g Marzipanrohmasse
60 g Staubzucker
30 g Mehl (Type 405)
1 Ei
1 EL Milch
Ganze geschälte Mandeln


Zubereitung

Marzipan grob würfeln, Mehl und Zucker darauf sieben. Ei trennen, das Eiweiß mit Marzipan, Mehl und Zucker zu einer glatten Masse verarbeiten (geht gut mit den Knethaken des Rührgeräts). Mit angefeuchteten Händen daraus kleine Kugeln formen (ca. 20-25 Stück) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
Die Mandeln mit einem kleinen spitzen Messer halbieren (man braucht 1,5-mal so viele Mandeln wie Kugeln) und jeweils 3 Mandelhälften in gleichen Abständen an die Marzipankugeln kleben.

Eigelb und Milch verquirlen, die Bethmännchen damit bestreichen und bei 150°C ca. 25 Minuten backen.


Mahlzeit! :o)
und einen schönen zweiten Adventssonntag euch allen…


Dienstag, 19. November 2013

Zweierlei Flammkuchen

Herbstzeit ist Flammkuchenzeit! ...und Zuhause-Einkuschel-Zeit! …und heiße-Schokolade-Zeit! … und noch vieles mehr. Weil der Herbst sich aber so nach und nach wieder verabschiedet und stattdessen schon langsam der Winter Einzug halt, muss ich mich beeilen, noch schnell ein Flammkuchenrezept hinterherzuschieben.





In Österreich kennt man Flammkuchen kaum. Wenn ich Leuten näher bringen will, worum es sich handelt, bekomme ich meistens ein “Ach, das ist also eine Pizza mit Sauerrahm statt Tomatensoße?!” zur Antwort.
Ja, im Prinzip könnte man einen Flammkuchen auch als Pizza mit Sauerrahm statt Tomatensoße bezeichnen, zumindest die Unterlage. Die Beläge unterscheiden sich dann aber doch oft von dem, was ich auf eine richtige Pizza legen würde.

Nichtsdestotrotz bietet ein Flammkuchen aber mindestens genauso viele Belag-Möglichkeiten wie eine Pizza. Klassisch nur mit Zwiebel und Speck gibt es bei mir zwar oft, vorstellen möchte ich euch aber jetzt eine bzw. zwei andere Varianten.




Teig (für ein Blech)
250 g Mehl (Type 405)
125 ml lauwarmes Wasser
10 g frische Hefe
2 El Oivenöl
Salz, Zucker

Hefe in dem warmen Wasser auflösen, eine Prise Zucker dazugeben. Mehl mit Salz (ca. ½ TL) vermischen und mit dem Hefewasser und dem Olivenöl zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Der Belag besteht bei mir aus: Sauerrahm (1 Becher Sauerrahm + 1 Becher Crème fraiche, gewürzt mit Salz und Pfeffer) auf beiden Hälften mit Lauch/Bergkäse/Speck auf der einen und Fenchel/getrockneten Tomaten/Chilisalami auf der anderen Hälfte.

Bei 220°C ca. 15 Minuten backen (variiert je nach Ofen, am besten immer mal wieder reinschauen).


Mahlzeit! :o)